Die geheime Sprache der Kunst

Die Symbole der abendländischen Malerei

Ein kenntnisreicher Führer von Sarah Carr-Gomm

die geheime sprache der kunstEin kenntnisreicher und informativer Führer zu den Geheimnissen der großen Symbole und den Deutungsmustern der abendländischen Malerei

Dieses für jeden Kunstliebhaber wertvolle  Buch bietet erstmals eine höchst kenntnisreiche, informative und leicht zu lesende Einführung in die bekannten und unbekannten mythologischen, religiösen, historischen und symbolischen Traditionen, welche die berühmtesten Künstler aller Zeiten kannten und nutzten und die auch heute noch in der Kunst zitiert werden.
Der interessierte Leser und Kunstliebhaber findet in diesem reich bebilderten Band sehr detaillierte, umfassende Erläuterungen zu vielen berühmten Gemälden und enthält weiterhin etliche kenntnisreiche Analysen von mehr als fünfhundert Symbolen und Allegorien aus Jahrhunderten künstlerischen Schaffens im Abendland.
Thematisch ist das großartige Buch in fünf ausführliche Kapitel gegliedert: die Mythen und Sagen der Antike; Die Bibel und das Leben Christi; Heilige und ihre Wunder; Geschichte, Literatur und Kunst; Symbole und Allegorien.

Ein überaus lehrreicher und unterhaltsamer Lesestoff, hervorragend präsentiert und eine Fundgrube für jeden Kunstliebhaber. Ein Muss für jeden, der die große Kunst der vergangenen Jahrhunderte besser verstehen und deuten will.

Sarah Carr-Gomm – Die geheime Sprache der Kunst – Bedeutung von Symbolen und Figuren in der abendländischen Malerei – Bassermann Verlag – ISBN 978-3-8094-3091-9 

 

Zur „Deutschen Kultur“

thea dorn-deutsch nicht dumpf-schriftsaetzer-blog-cellensia-celle-juergen muegge luttermannDeutsch – was ist das ?

 

„Eine spezifisch deutsche Kultur ist schlichtweg nicht identifizierbar“ .

Das erklärte die  ehemals von der Bundesregierung Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration, Aydan Özogüz – SPD, im Jahre 2017. Die in Hamburg geborene Deutschtürkin trat mit diesem  ebenso mutigen wie falschen Statement einen kleinen Skandal los. Denn der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland verkündete im Wahlkampf postwendend lauthals, er wolle die SPD-Politikerin „in Anatolien entsorgen“.

Der eigentliche Skandal in dieser Causa war allerdings das Schweigen der großen Mehrheit der Verantwortlichen in Politik, Medien und Kulturbetrieb unserer Republik. Es gab weit und breit  offenbar niemanden, der bereit war, seinen Hut für die identitätsstiftende Kraft einer „deutschen Kultur“ in den Ring zu werfen. Kein Feuilletonist, keine Kulturschaffender, kein Künstler, kein Autor, kein Theaterregisseur – von der Politik erwartet man das ja ohnehin nicht mehr – meldete sich zu Wort, ein gutes Wort für die angeblich „nicht identifizierbare“ deutsche Kultur einzulegen. Das war der eigentliche Skandal.

Die  studierte Philosophin, und Theaterwissenschaftlerin  Thea Dorn (Die deutsche Seele) muss es wohl ähnlich empfunden haben. Denn sie leitet mit der Frage nach dem Vorhandensein einer „spezifisch deutschen Kultur“  ihre Gedanken und Überlegungen zu einer deutschen Kulturgeschichte ein.

Gleich zu Beginn beleuchtet sie die große Komplexität des sogenannten Kulturbegriffs, indem sie keinen geringeren als den den österreichischen Philosophen Ludwig Wittgenstein mit seinen „Philosophischen Untersuchungen“ zu Wort kommen lässt. Sein expliziter Verweis auf den sehr komplexen Sinngehalt des scheinbar einfachen Begriffs „Spiel“ verdeutlicht schlaglichtartig, worauf wir uns einlassen müssen, wenn wir die Geschichte, Vielschichtigkeit und Facettenreichtum eines allgemeingültigen Kulturbegriffs in Worte kleiden wollen.

 So sei es laut Thea Dorn, auch mit der „deutschen Kultur“:

Man hat es mit einem komplizierten Netz von Ähnlichkeiten zu tun, die „einander übergreifen und kreuzen“.

Wer über diese deutsche Kultur sprechen will, hat eine durchaus intellektuell anspruchsvolle Aufgabe vor sich. Ähnlich verfährt Thea Dorn mit den Begriffen  „Heimat“, „Leitkultur“ oder „Nation“. Ihr Patriotismus lebt von den  heutzutage erwartbaren  Schwierigkeiten einer mutigen, dezidierten, wie auch immer definierten Haltung, dem kritischen Denken und der Dialektik der permanenten Auseinandersetzung  mit  Kombatanten von links und rechts.

 Dabei  unterscheidet die Autorin ein „Lager der Krawallmacher“ und ein „Lager der Konsensverwalter“. Der Streit zwischen beiden verhindere „konstruktive Auseinandersetzungen“.

Zu Wort kommt auch Kurt Tucholskys:

Es ist ja nicht wahr, dass jene, die sich ,national‘ nennen und nichts sind als bürgerlich-militaristisch, dieses Land und seine Sprache für sich gepachtet haben. … Wir sind auch noch da.“ 

Es ist ein aufrichtiges Plädoyer, die Komplexität und den Konfliktreichtum  der deutschen Kultur anzunehmen und diese Merkmale als ihr Wertvollstes zu erkennen. Wenn es denn richtig ist, dass  unsere vielbeschworene „Naturliebe, Heimweh und Fernweh und Menschheitspathos“ und vieles mehr miteinander ringen und dieses ständige Bemühen um die tiefere Erkenntnis die wahren Antriebskräfte einer deutschen Kultur waren, dann sollten sich deutsche Patrioten motiviert einmischen, kritisieren und argumentieren. Ja, auch polemisieren.

Thea Dorn – deutsch, nicht dumpf – Ein Leitfaden für aufgeklärte Patrioten. Albrecht Knaus Verlag –  336 Seiten – ISBN 978-3-8135-0810-9